Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Mehr InformationenVerstanden
Kontakt Instagram KHWE auf Youtube Xing link

KHWEKATHOLISCHE HOSPITALVEREINIGUNG WESER – EGGE

Klinikum Weser-EggeAkad. Lehrkrankenhaus der Universität Göttingen

A A A
 

Zentren

 
 
 

Endoprothetikzentrum

Patienteninformation

Unser EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung mit einem interdisziplinären Team ist darauf spezialisiert, künstliche Gelenke (Endoprothesen) nach dem aktuellsten medizinischen, pflegerischen und physiotherapeutischen Standard einzusetzen. Wenn schmerzhafter Gelenkverschleiß die Mobilität und Lebensqualität stark einschränken und alle Möglichkeiten der konservativen Therapie ausgeschöpft sind, ist der operative Gelenkersatz auf höchstem Qualitätsniveau die Therapie der Wahl.

logo zwei endocert
 

Leistung
Im Mittelpunkt unserer Gelenkersatz-Chirurgie steht die schonende, individuell auf jeden einzelnen Patienten abgestimmte Versorgung. Wir bieten die gesamte operative Bandbreite des Gelenkersatzes von Hüfte und Knie an. Dabei stehen uns moderne Diagnose- und Therapieverfahren sowie schonende, minimalinvasive Techniken zur Verfügung. Unser Zentrum steht für eine individuelle, differenzierte Endoprothetik mit präzisen OP-Verfahren und intelligenten Implantat-Konzepten.

Erfahrung
Der endoprothetische Ersatz des Hüft- und Kniegelenkes gehört zu den Schwerpunkten und meist durchgeführten Eingriffen in unserer Klinik - jährlich über

  • 350 Hüftendoprothesen-Implantationen
  • 300 Knieendoprothesen-Implantationen
  • 100 Wechsel-Operationen aller Schwierigkeitsgrade

Qualität
Die für eine Zertifizierung zu erfüllenden Anforderungen an das EndoProthetikZentrum stellen sicher, dass unsere Patienten die bestmögliche Versorgung bekommen:

  • hohe Operationszahlen: Ärzte, Schwestern und Physiotherapeuten verfügen über umfangreiche Erfahrung in der Behandlung und Nachsorge
  • Qualifikation und Spezialisierung: Die Operateure des Endoprothetikzentrums sind speziell ausgebildet. Zwei Senior-Hauptoperateure haben die Zusatzbezeichnung "Spezielle Orthopädische Chirurgie".
  • patientenorientierte Systeme: Durch Vorhaltung und schnelle Verfügbarkeit unterschiedlicher und auch individueller Endoprothesensysteme können wir in schwierigen Versorgungssituationen (Wechseloperationen, Knochen- und Weichteildefekte) für den Patienten optimale Implantate auswählen. Die Auswahl der Implantate folgt wissenschaftlichen Kriterien, um höchste Qualität zu erreichen.
  • Verbesserung: Neben einer umfassenden Dokumentation unserer Abläufe wird auch die Ergebnisqualität und Patientenzufriedenheit erfasst, analysiert und zur Verbesserung genutzt.
    Ausschließlich Durchführung von Knocheneningiffen in hochsterilen OPs: Nach Ausschluss von MRSA/MRE-Besiedlung minimierte Gefahr einer Kontamination mit „Bauchkeimen“, auch auf der Intensivstation.

Therapiekonzept

Unser Behandlungskonzept sieht eine Synthese von modernen Operationstechniken, ärztlich kontrollierter Nachbehandlung sowie dem Einsatz von individuell konzipierten physiotherapeutischen Anwendungen vor. Dadurch erreichen wir, dass Patienten nach einem kurzen stationären Aufenthalt entweder direkt in den gewohnten Alltag zurückkehren oder stabilisiert in die ambulante oder stationäre Rehabilitation gehen.

Hat eine krankhafte Veränderung oder ein Unfall das Hüft- oder Kniegelenk so geschädigt, dass der Erhalt des Gelenkes nicht mehr möglich ist, wird das Gelenk durch eine Endoprothese ersetzt. In unserem EndoProthetikZentrum werden durchgeführt:

  • individuell differenzierte Endoprothetik mit bewährten modernen Implantaten aus hochwertigen Materialien
  • weichteilschonende, minimal invasive Endoprothetik (Hüfte)
  • Spezialendoprothetik bei komplizierten Fällen (Hüftluxation, Hüftdysplasie, Hüftversteifung, Deformitäten nach Verletzungen, …) oder besonderen Anforderungen (modulare Sonderprothesen, Sonderprothesen bei Metallallergie)
  • Wechseloperationen von Endoprothesen stadiengerecht mit biologischem Wiederaufbau durch Knochentransplantationen
  • Infektionsbehandlung bei Prothesen
  • Problemanalyse von schmerzhaften Endoprothesen
  • Mobilisation
  • Rehabilitationsplanung

Minimalinvasive OP-Verfahren

Im Bereich der Hüftoperation werden möglichst minimalinvasive Operationsverfahren eingesetzt. Durch die minimalen Zugänge werden maximal erhaltend spezielle chirurgische Instrumente eingebracht, um die Operation im Inneren des Körpers durchzuführen. Dadurch wird das Durchtrennen von Muskeln völlig vermieden und das umliegende Gewebe und die Sehnen besonders geschont. Dank dieser Operationstechnik ist in der Regel die postoperative Behandlung weniger schmerzhaft, macht eine besonders frühzeitige Mobilisierung durch die Physiotherapie möglich und verkürzt die Rehabilitation.

Computergestütze, präoperative Prothesen-Planung

Die im Endoprothetikzentrum angewandte computergestützte, präoperative Planung der Implantate schafft Präzision und Sicherheit. So kann bereits vor der Operation eine sichere Größenauswahl und Ausrichtung der Endoprothese erreicht werden. Zusammen mit der Erfahrung des Operateurs ist diese Vorplanung Voraussetzung für den optimalen OP-Erfolg.

Navigation

Nahezu jede Kniegelenkersatzoperation erfolgt bei uns navigiert. Ziel ist der perfekte Sitz der Knieprothese und die genaue Wiederherstellung der Beinachse. Mit Hilfe einer Computerstation werden die erforderlichen Sägeschnitte an Ober- und Unterschenkelknochen exakt auf 1 Grad genau durch den Operateur durchgeführt. Im Gegensatz zu dem früheren „Robotereinsatz“ bleibt der Operateur Chef der Operation. Er lässt sich lediglich, wie der Autofahrer, durch ein Navigationssystem unterstützen und leiten. Im Ergebnis sind die Patienten schneller zu mobilisieren und der Blutverlust ist geringer.
Ebenso werden Knieprothesen mit sogenannten patientenindividuellen Implantaten auf der Grundlage eines Computertomogramms eingesetzt (Custom made Omplantate).

Implantatkonzept

Für jeden Patienten wird im EPZ ein auf die speziellen Bedürfnisse des Patienten individuell zugeschnittenes Implantatkonzept entwickelt, das eine möglichst schonende Behandlung mit dem optimalen Therapieerfolg vereint. Wir verwenden bei Hüft- und Knieoperationen selbstverständlich nur moderne und bewährte Prothesen.

Spezialendoprothetik bei komplizierten Fällen

Unser Team hat Erfahrung mit komplizierten Fällen. Als komplizierte Fälle sehen wir beispielsweise Hüftluxationen, Hüftdysplasie oder eine Hüftversteifung sowie beim Knie beispielsweise Deformitäten nach Verletzungen an. Auch Vor-Operationen oder angeborene Fehlstellungen zählen dazu. Erfahren ist unser Team zudem beim Aufbau aufwendigen Knochenersatzes mit Sonderimplantaten.

Wechseloperationen

Die Standzeit von Endoprothesen ist begrenzt und liegt meist um 15 Jahre. Danach ist ein Austausch des Implantates erforderlich, was als Wechseloperation bezeichnet wird. Zusätzliche Ursachen für einen Wechsel sind beispielsweise eine Infektion der Prothese, eine Lockerung, eine Instabilität oder ein Knochenbruch. Die Wechseloperation erfolgt stadiengerecht ggf. mit biologischem Wiederaufbau durch Knochentransplantationen mit Eigen-, Fremd- oder Kunstknochen. Dieser OP geht selbstverständlich eine eingehende Diagnostik und eine individuelle Beratung des Patienten voraus.

Infektionsbehandlung

In manchen Fällen kommt es bei Kunstgelenken zu schwer beherrschbaren Protheseninfektionen. Das Experten-Wissen unseres interdisziplinären Spezialisten-Teams und eine enge Zusammenarbeit mit Hygieneärzten und dem mikrobiologischen Labor sichert den betroffenen Patienten eine optimale Therapie.

Problemanalyse von schmerzhaften Hüft- und Knieprothesen

Treten nach der Implantation einer Prothese Beschwerden auf oder sind ursprüngliche Beschwerden nicht ausreichend behandelt, muss nach der Ursache gesucht werden. Dazu werden vielfältige Tests bei der körperlichen Untersuchung, Röntgenanalysen und eventuell spezielle Zusatzuntersuchungen (z.B. diagnostische Punktion, MRT etc.) vorgenommen. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung kann in den meisten Fällen die Ursache analysiert und eine adäquate Therapie eingeleitet werden.

Mobilisation

Neben der Operation stellt die anschließende Physiotherapie/Krankengymnastik einen weiteren entscheidenden Faktor für einen optimalen Behandlungserfolg dar.
Bereits am 1. Tag nach dem Eingriff beginnen unsere Physiotherapeuten auf Basis eines strukturierten, auf Sie zugeschnittenen Planes mit der Mobilisation. Um die Belastungsfähigkeit Ihres Gelenkes schnell zu steigern, übt der Physiotherapeut gezielt alltägliche Bewegungen wie Hinsetzen oder Treppensteigen. Die Physiotherapie zeigt ihnen, wie Sie sich gelenkschonend bewegen, um das Risiko einer Luxation (Ausrenkung) zu vermeiden.

Rehabilitationsplanung

Sie werden zur Entlassung über alle wesentlichen Punkte informiert.
Um das optimale OP-Ergebnis zu sichern, wird ihnen unser Sozialdienst frühzeitig eine passende, qualifizierte Reha-Maßnahme vermitteln, die im Anschluss an Ihren stationären Aufenthalt vorgesehen ist.

Zertifizierung

Unsere Klinik im St. Vincenz Hospital in Brakel ist Teil der Klinik für Orthopädie und seit Herbst 2013 als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung zertifiziert. Unsere Fallzahlen, Personalqualifikation und Versorgungsstrukturen rechtfertigen die Zertifizierung als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung und stellen damit eine optimale Patientenversorgung sicher.

Zertifizierungsverfahren
Das Ziel der Zentrenbildung in der Gelenkersatzchirurgie ist die Verbesserung der Behandlungsqualität und der langfristigen Behandlungsergebnisse.

logo zwei endocert
 

Dies geht auf die Erkenntnisse aus der Bildung von Zentren in anderen Bereichen in der Medizin (z.B. Brustzentren) zurück, wo nachgewiesen die Festlegung und Prüfung von Standards zu insgesamt besseren Behandlungsergebnissen führt.

Die Initiative zur Zertifizierung der EndoProthetikZentren (Endocert) ging von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) aus, welche die Anforderungen definiert hat und den Zertifizierungsprozess leitet. Um dem Patienten die Einhaltung der Standards nachweisen zu können, unterzieht sich das EndoProthetikZentrum (EPZ) einer jährlichen Überwachung durch ein unabhängiges Zertifizierungsunternehmen. Die Prüfung wird durch speziell ausgebildete Fachärzte für Orthopädie durchgeführt, die alle klinischen Prozesse und wichtige Qualitätskennzahlen zur Versorgungsqualität bei Gelenkersatzoperationen überprüfen. Parallel dazu ist die Klinik für Orthopädie nach der Qualitätsmanagement-Norm DIN EN ISO Norm 9001 zertifiziert.

Zertifizierungsstufen
EndoProthetikZentren werden in zwei verschiedenen Stufen zertifiziert. Je nach Verfügbarkeit bestimmter zusätzlicher Qualitätskriterien erhält eine Klinik die Qualifikation als EPZ der Basisversorgung oder als EPZ der Maximalversorgung.

Anforderungen an Maximalversorger

  • Als Zentrum der Maximalversorgung halten wir klare Struktur- und Prozesskriterien ein und messen zahlreiche Qualitätsindikatoren, wie z.B. Komplikationsraten oder die Röntgenkontrolle des Operationsergebnisses nach dem Eingriff.
  • Wir überschreiten beispielsweise eine Mindestfallzahl an Erstimplantationen und insbesondere Wechseloperationen um das Doppelte. Statt der geforderten 2 verfügen wir über 3 gut ausgebildete und erfahrene sogenannte Senior-Hauptoperateure, die alle Operationen verantworten und jeweils mindestens 100 Operationen im Bereich der Endoprothetik und Wechselendoprothetik jährlich durchführen. Zwei davon führen die Zusatzbezeichnung „Spezielle orthopädische Chirurgie“.
  • Außerdem fördern wir die Weiterbildung und Forschung, indem wir an klinischen Studien teilnehmen. In diesem Zusammenhang haben wir als Pilotklinik auch die Entwicklung des Deutschen Endoprothesenregisters EPRD unterstützt.
  • Als Maximalversorger stehen wir allen Endoprothetikzentren der Basisversorgung als Kooperationspartner zur Verfügung. 

Kooperationen

Um den hohen Standard bei diesen schwierigen Eingriffen zu gewährleisten, ist dabei die enge Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen erforderlich. Im St. Vincenz Hospital arbeiten u.a. Spezialisten auf dem Gebiet der Anästhesie, der Intensivmedizin, der Radiologie, der Mikrobiologie und der Gefäßchirurgie zusammen. Im Rahmen dieser engen Zusammenarbeit erfolgen regelmäßig interdisziplinäre Fallbesprechungen.

Grafik Kooperation EPZ
Fachbereich Partner
Innere Medizin, Rheumatologie Klinik für Rheumatologie / Innere Medizin, Danziger Str. 17, 33034 Brakel
Anästhesie Intensivmedizin Institut für Anästhesiologie KHWE, Brenkhäuser Str. 71, 37671 Höxter
Gefäßchirurgie Chirurgie / Gefäßchirurgie St. Josef Hospital, Elmarstr.38, 33014 Bad Driburg
Gefäßchirurgie Klinik für Allgemein-, Visceral- und Gefäßchirurgie, Brenkhäuser Str. 71, 37671 Höxter
Radiologie Nuklearmedizin Institut für Radiologie KHWE, Brenkhäuser Str. 71, 37671 Höxter
Radiologie MRT Praxis für Radiologie Dres. Traupe, Brenkhäuser Str. 71, 37671 Höxter
Strahlentherapie Strahlentherapie MVZ Höxter, Brenkhäuser Str. 71, 37671 Höxter
Pathologie Institut für Pathologie in Paderborn, Husener Str. 46a, 33098 Paderborn
Mikrobiologie Diamedis MVZ Diagnostische Medizin Sennestadt, Dunlopstr. 50, 33689 Bielefeld
Sozialdienst Medizinmanagement-Sozialdienst KHWE, Brenkhäuser Str. 71, 37671 Höxter
Physiotherapie Physio4Life, Danziger Str. 17, 33034 Brakel
Physiotherapie Heinz-Erhard Ridder, Dringenberger Str. 29, 33014 Bad Driburg
Medizintechnik Büscher Sanitätshaus & Rehatechnik, Detmolder Str. 10, 33102 Paderborn

Endoprothesenregister EPRD

Wir nehmen seit 2012 auf freiwilliger Basis am Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) teil. Dabei werden anoymisierte Patientendaten, zusammen mit Informationen zu Implantaten und Operationsverfahren an das EPRD übertragen. Als Patient müssen sie der Datenübertragung zustimmen.

Ziel des Endoprothesenregisters ist, Qualitätsmängel bei Kunstgelenken frühzeitig zu entdecken. Anhand der gesammelten Daten kann der Krankheitsverlauf überwacht werden. So können kurzfristige Probleme, die im Zusammenhang mit der Implantation stehen, erkannt werden. Bei gehäuft auftretenden Komplikationen eines Prothesentyps können im Sinne eines Frühwarnsystems die Patienten informiert und zur Kontrolle einbestellt werden.

Unsere Patienten werden langfristig gesehen von den Ergebnissen dieses Registers profitieren, da dadurch erstmals die Lebensdauer (sog. Standzeit) der eingesetzten Prothesenkomponenten bewertet werden kann.


Zertifikat IV. Quartal 2015 (PDF-Download)

Häufige Fragen

Wann ist die Implantation einer Endoprothese wirklich sinnvoll?

Der Einsatz einer Knie- oder Hüftprothese ist sinnvoll, wenn bei Ihnen der Erhalt des krankhaft veränderten Gelenkes nicht mehr möglich ist und dadurch Ihre Lebensqualität extrem stark eingeschränkt ist. Natürlich geht jeder Entscheidung für die Implantation einer für Sie geeigneten Endoprothese eine fundierte und ausführliche Anamnese und Diagnostik durch unsere Spezialisten voraus. Wir stehen für eine Endoprothetik mit Augenmaß.

Wie lange dauert eine Hüftoperation?

 Unsere erfahrenen Operateure setzen Ihnen Ihr künstliches Knie- oder Hüftgelenk innerhalb von 1 bis 1 ½ Stunden ein. In besonderen Fällen, z.B. bei Wechseloperationen kann die OP auch länger dauern.

Sind die Schmerzen nach einem Gelenkersatz stark?

Dank schonender OP-Techniken, wie beispielsweise minimal invasiver Verfahren und modernster Anästhesie, halten wir nach der Implantation des Gelenkes für Sie die Schmerzen so gering wie möglich. Dank der minimalinvasiven Technik sind die Zugänge besonders klein und schonen damit Muskeln und Sehnen. Das minimiert bei der postoperativen Behandlung die Schmerzen.
Zudem kommt eine postoperative Schmerztherapie zum Einsatz, die individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt ist. 

Wann und wie darf das künstliche Hüftgelenk nach der OP belastet werden?

Unmittelbar nach der Hüft-OP darf das künstliche Gelenk belastet werden. Unsere Experten der Physiotherapie erstellen einen auf Sie zugeschnittenen, strukturierten Therapieplan auf, um die Belastungsfähigkeit Ihres Gelenkes schnell zu steigern. Gehhilfen sind vor allem zu Beginn dieser Therapie erforderlich. Es hängt von Ihrem persönlichen Genesungsverlauf und der Rehabilitation ab, wie lange sie nach der OP auf Gehhilfen angewiesen sein werden (ca. vier bis acht Wochen).

Wann und wie darf das künstliche Kniegelenk nach der OP belastet werden?

 Die Beugefähigkeit des Kniegelenkes ist nach der OP eingeschränkt, wird aber durch qualifizierte physiotherapeutische Maßnahmen in der Regel bis ca. 100° bis 120° wiedererlangt. Rund 48 Stunden nach der Operation werden die Wundschläuche gezogen und Sie dürfen unter Anleitung unserer Physiotherapeuten das Knie voll belasten, später auch selbständig unter Einsatz zweier Unterarmgehhilfen. Gewöhnlich benötigen Sie die Gehilfen rund sechs Wochen.

Wie geht es nach dem Krankenhausaufenthalt weiter?

 Nach Ihrem stationären Aufenthalt (Hüfte 12 – 14 Tage, Knie 8 bis 10 Tage) erfolgt in der Regel die Anschlussheilbehandlung in einer spezialisierten Reha-Klinik. Es ist aber auch eine ambulante Behandlung möglich. Unser Sozialdienst wird Ihnen eine für Sie passende, qualifizierte Reha-Maßnahme vermitteln.

Nach der Rehabilitation können Sie normalerweise wieder problemlos und weitgehend schmerzfrei Ihren Alltag bewältigen und sogar wieder Sport ausüben. Bitte halten Sie aber bezüglich der für Sie geeigneten Sportart Rücksprache mit Ihrem Orthopäden.

Wie lange ist die Haltbarkeit von künstlichen Gelenken?

 Eine lange Haltbarkeit ist dank moderner Materialien möglich, hängt aber im Einzelfall stark von der Knochenqualität des Patienten und seiner Aktivität sowie von der Positionierung des Implantates ab. Aktuelle Studien belegen, dass rund 95 % der implantierten Hüftprothesen eine Standfähigkeit von ca.15 Jahren, Knieprothesen eine Standzeit von 12 bis 15 Jahren haben.

 

Leiter des Zentrums

Foto Prof. Haaker

Chefarzt Prof. Dr. med. Rolf Haaker

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

Spezielle Orthopädische Chirurgie, Orthopädische Rheumatologie, Physikalische Therapie und Balneologie 

 
 

Kontakt

Elisabeth Dreikluft

Telefon: 05272 - 607 2101
Telefax: 05272 - 607 2109

E-Mail: e.dreikluft@khwe.de

St. Vincenz Hospital
Danziger Str. 17
33034 Brakel