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KHWEKATHOLISCHE HOSPITALVEREINIGUNG WESER – EGGE

Klinikum Weser-EggeAkad. Lehrkrankenhaus der Universität Göttingen

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Zentren

 
 
 

Chest-Pain-Unit

Der englische Begriff „Chest Pain Unit (CPU)“ bedeutet wörtlich übersetzt „Brustschmerz-Einheit“. Damit werden Spezialstationen bezeichnet, in denen Patienten mit akuten Brustschmerzen unklarer Ursache untersucht und behandelt werden.

Schnelle Therapie und Diagnostik
Durch standardisierte diagnostische Abläufe wird ohne Zeitverlust mit fachärztlicher Kontrolle durch die Herzspezialisten (Kardiologen) überprüft, ob die Brustschmerzen durch eine akute Herzerkrankung verursacht werden.

Ziel ist es, allen Patienten nach Diagnosestellung umgehend eine adäquate Behandlung - ggf. auch mittels Herzkatheter - zukommen zu lassen.

CPU-Logo
 

Durch die schnelle Diagnostik und Therapie kann in vielen Fällen Menschenleben gerettet und gleichzeitig der Patient schneller wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Die Erfahrung zeigt, dass Patienten in einer CPU mit kardiologisch geschultem Fachpersonal schneller diagnostiziert und behandelt werden können, als in der allgemeinen Notaufnahme eines Krankenhauses.

Qualitätsanforderungen
Da es in der Vergangenheit keine Qualitätsstandards für diese Spezialstationen gab, hat die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK) als zuständige Fachgesellschaft Kriterien zum Betreiben von Chest Pain Units (CPU) erstellt.

Bewertungskriterien sind unter anderem, dass ein Herzkatheterlabor rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr einsatzbereit ist, um bei einem akuten Herzinfarkt sofort eine Herzkatheteruntersuchung mit Ballonaufdehnung/PTCA zur Gefäßeröffnung durchführen zu können. Zu dessen Betrieb müssen vier erfahrene Fachärzte für Kardiologie, die im Bereich der Herzkatheteruntersuchungen und PTCA versiert sind  sowie ein eingespieltes Team im Herzkatheterlabor aus speziell ausgebildetem medizinischem Fachpersonal zur Verfügung stehen.

Kommunikation und Kooperation
Da es in der Behandlung des Herzinfarktes auf Zeit ankommt, besteht zusätzlich die Notwendigkeit der schnellen Erkennung der Symptome außerhalb des Krankenhauses sowie der sofortigen Zuweisung auf diese Spezialstation. Diese sogenannte prästationäre Versorgung wurde seit 2007 in der Kardiologie am St. Ansgar Krankenhaus in Höxter zusammen mit dem Rettungsdienst des Kreises aufgebaut. So besteht jederzeit die Möglichkeit das EKG aus dem Rettungswagen auf die kardiologische Intensivstation zu faxen, den Patienten per Notfall-Telefon anzumelden und zu besprechen.

Sollte der Patient schnellstens herzchirurgisch versorgt werden müssen, kann im sogenannten "Herzteam" eine kardiologisch-herzchirurgische Konferenz durchgeführt werden. Alle erstellten Daten inklusive Herzkatheterfilme, stehen dem Herzchirurgen online zur Verfügung (Kooperationspartner sind das Herzzentrum Bad Oeynhausen, das Universitätsklinik Göttingen sowie die Schüchtermann-Klinik Bad Rothenfelde).

Eine herzchirurgische Übernahme ist immer gewährleistet. Gleiches gilt für den Transport des Patienten, der bei Bedarf auch mit Herzunterstützungssystemen wie einer IABP oder einer mobilen Herz-Lungen-Maschine (HLM/Cardio-Help) transportiert werden kann.

Zertifizierung
Diese und noch zahlreiche weitere Kriterien für den Betrieb einer CPU erfüllt die Medizinische Klinik I (Kardiologie) am St. Ansgar Krankenhaus seit nun schon 6 Jahren. Somit konnten die Kriterien für die Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DKG) problemlos erfüllt werden. Seit Oktober 2013 trägt die Medizinische Klinik I das Gütesiegel „Chest Pain Unit – DGK zertifiziert“ und gehört damit zu den bisher 182 zertifizierten CPUs in Deutschland.

 

Leitung des Zentrums

Foto Dr. Sorges

Chefarzt Dr. med. Eckhard Sorges

Facharzt für Innere Medizin

Kardiologie
Intensivmedizin

 
 

Kontakt

Christel Schoppmeier
Monika Gläsing

Telefon: 05271 - 66 2705
Telefax: 05271 - 66 2766
E-Mail:
sekretariat.med-klinikI@khwe.de

St. Ansgar Krankenhaus
Brenkhäuser Str. 71
37671 Höxter