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KHWEKATHOLISCHE HOSPITALVEREINIGUNG WESER – EGGE

Klinikum Weser-EggeAkad. Lehrkrankenhaus der Universität Göttingen

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Kliniken

 
 
 

Klinik für Schmerzmedizin

Patienteninformationen

Gemeinsam gegen Ihren Schmerz

 

Die Klinik für Schmerzmedizin unter der Leitung von Chefarzt Dr. Josef  Nelles behandelt Patienten mit chronischen Schmerzzuständen.

Eine stationäre oder teilstationäre Behandlung unterliegt bestimmten Kriterien und erfolgt über eine Einweisung des behandelnden Arztes. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie telefonisch im Sekretariat.

Chronische Schmerzzustände sind für die Betroffenen mit einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität verbunden. Während akute Schmerzen als normale Warnzeichen des Körpers eine entsprechende Schutzreaktion auslösen, können dauerhafte Schmerzen zu einer eigenständigen Krankheit werden, die viele Patienten zermürbt. Die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. schätzt, dass alleine in Deutschland rund 13 Millionen! Menschen unter chronischen Schmerzen leiden. Dabei warten die Patienten mit chronischen Schmerzen oft Jahre auf eine Diagnose und angemessene Behandlung. Die häufigste Ursache von chronischen Schmerzen sind allgemein die Erkrankungen des Bewegungsapparates. Besonders oft sind hierbei – fast jeder kennt sie – die Rückenschmerzen vertreten. Aber auch Tumor-, Kopf- oder Nervenschmerzen können der Grund für eine Behandlung sein. „Gemeinsam gegen Ihren Schmerz“ – unter diesem Motto bieten Chefarzt Dr. med. Nelles und sein Team aus Ärzten, Physiotherapeuten, speziell ausgebildeten Pflegekräften, Psychotherapeuten und Sozialarbeitern den Patienten künftig ein multimodales Behandlungskonzept an, welches auf jeden Patienten individuell ausgerichtet wird.  

Behandlungsschwerpunkte

In der Klinik für Schmerzmedizin werden chronische Schmerzsyndrome mit folgenden Behandlungsschwerpunkten therapiert:

  • Rückenschmerzen bei Osteoporose oder degenerativen Veränderungen der Bandscheibe und Wirbelgelenke
  • Gelenkschmerzen (Arthrose)
  • Neuropathischer Schmerz, z.B. nach Gürtelrose, Verletzungen oder bei Polyneuropathien, Stumpf- und Phantomschmerz
  • Tumorschmerzen
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Gesichtsschmerzen (z.B. Trigeminusneuralgie)
  • Somatoforme Schmerzstörungen
  • Ganzkörperschmerz (FMS)
  • Bauch- und Beckenschmerz bei funktionellen Störungen
  • Entzugsbehandlung bei Schmerzmittelfehlgebrauch

Leistungsspektrum

Hier erhalten Sie einen Überblick über die angewandten Therapieverfahren der Klinik für Schmerzmedizin:

  • Medikamentöse Schmerztherapie
  • Therapeutische Injektionen sowie Infiltrationen
  • Patientenschulung / interaktive Vorträge
  • Schmerzbewältigungstraining (Einzel- und Gruppentherapie), Verhaltenstherapie, Gesprächspsychotherapie, Progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen
  • Krankengymnastik, Atemgymnastik
  • Manuelle Methoden der Schmerztherapie und Traktionsbehandlung
  • Osteopathie
  • Medizinische Trainingstherapie
  • Medi-Taping
  • Musiktherapie
  • Sensomotorisches Training
  • Balneophysikalische Therapie: Hydro- und Wärmetherapie, Massagen, Elektrotherapie, TENS
  • Homöopathie und Phytotherapie
  • Traditionelle Chinesische Medizin: Akupunktur, Qi Gong
  • Medizinische Hypnosetherapie
  • Reiki

Ambulante Angebote

Für gesetzlich und privat versicherte Patienten besteht die Möglichkeit einer ambulanten Behandlung.

Für weitere Informationen und Terminvereinbarungen wenden Sie sich bitte an Frau Fromme, Sekretariat, unter Tel. 05272 - 607 2701

Tagesklinik

Eine teilstationäre Behandlung ist über eine Einweisung des behandelnden Arztes möglich und erstreckt sich über einen Zeitraum von drei Wochen.

Von Montag bis Freitag zwischen 8 und 17 Uhr bietet ein interdisziplinäres Team aus Ärzten, Physiotherapeuten, speziell ausgebildeten Pflegekräften und Psychotherapeuten ein multimodales, d. h. aus unterschiedlichen Therapieformen bestehendes und aufeinander abgestimmtes, Behandlungsprogramm an (Therapieangebote siehe "Leistungsspektrum").

Qualifikationen

Ärztliche Fachexpertise:

  • Facharzt für Anästhesiologie - Spezielle Schmerztherapie - Akupunktur
  • Facharzt für Neurologie und Psychiatrie
  • Fachärztin für Anästhesiologie - Palliativmedizin - Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) - Ärztliche Hypnotherapie (DGH)


Weitere Fachexpertise:

  • Psychologische Psychotherapie

 

Befugnis zur Weiterbildung des Chefarztes Dr. Nelles:

  • Zusatzweiterbildung Spezielle Schmerztherapie (12 Monate)

 

Pflegerische Fachexpertise:

  • Palliativpflege
  • Schmerztherapie (algesiologische Fachkraft)
  • Wundexperte

 

Zertifizierung:

  • Der Klinik wurde das Qualitätssiegel "Qualifizierte Schmerztherapie" durch die Certkom verliehen.

Informationen für Zuweiser

Welche Patienten behandeln wir?

Unsere Klinik nimmt Schmerzpatienten stationär oder teilstationär auf bei drohender oder bereits eingetretener Chronifizierung und Beschwerdepersistenz trotz ambulanter Behandlungsbemühungen.

Kriterien für eine bestehende Chronifizierung sind:

  • seit mehr als 6 Wochen bestehender Arbeitsunfähigkeit
  • eingetretenen psychosozialen Veränderungen
  • Empfinden des Schmerzes als Beschwerde mit eigenständigem Krankheitswert
  • Fehlschlag ambulanter Therapie
  • Fehlschlag interventioneller/operativer Maßnahmen


Psychosoziale Risikofaktoren für eine Chronifizierung sind:

  • Depressivität, Distress (negativer Stress, vor allem berufs- arbeitsplatzbezogen)
  • schmerzbezogene Kognitionen: z. B. Katastrophisieren, Hilf-/Hoffnungslosigkeit, Angst                                                                        
  • passives Schmerzverhalten: z. B. ausgeprägtes Schon- und Angst-Vermeidungsverhalten
  • überaktives Schmerzverhalten: beharrliche Arbeitsamkeit
  • Neigung zur Somatisierung


Zusätzlich gibt es arbeitsplatzbezogene Risikofaktoren wie:

  • überwiegend körperliche Schwerarbeit
  • geringe berufliche Qualifikation
  • geringer Einfluss auf die Arbeitsgestaltung
  • Kränkungsverhältnisse am Arbeitsplatz, chronischer Arbeitskonflikt (Mobbing)
  • eigene negative Erwartung hinsichtlich der Rückkehr an den Arbeitsplatz


Voraussetzung zur Durchführung einer multimodalen Therapie ist das Vorliegen von mindestens drei der folgenden Kriterien:

  • manifeste oder drohende Beeinträchtigung der Lebensqualität und/oder der Arbeitsfähigkeit
  • Fehlschlag einer vorherigen ambulanten oder auch stationäre Behandlung, eines schmerzbezogenen operativen Eingriffs oder einer Entzugsbehandlung
  • Bestehende Medikamentenabhängigkeit oder Fehlgebrauch
  • gravierende somatische Begleiterkrankungen
  • schmerzunterhaltende psychische Begleiterkrankung


In Abgrenzung zu den stationär aufzunehmenden Patienten handelt es sich bei den teilstationären Patienten um mobilere Patienten mit geringerer Schwere der Begleiterkrankungen, die einer vollstationären Versorgung mit den Mitteln eines Krankenhauses nicht bedürfen. Die ambulanten Möglichkeiten reichen aber nicht aus um eine interdisziplinäre Therapie mit hoher Behandlungsdichte durchzuführen.
Gerade bei den teilstationären Patienten sollte ein Behandlungsgrund die Vermeidung einer weitergehenden Chronifizierung und die Ermöglichung der Rückkehr an den Arbeitsplatz sein. Behandlungsangebot siehe -- Tagesklinik


Einweiseformalitäten

Sowohl für die stationäre, als auch für die teilstationäre Therapie ist eine Einweisung zur Krankenhausbehandlung erforderlich.

  • Nächster Schritt ist die Vereinbarung eines prästationären Vorstellungstermins über das Sekretariat (Kontakt siehe Menüspalte rechts)
  • Ausfüllen des standardisierten Schmerzfragebogens durch den Patienten und Mitbringen relevanter Berichte und Befunde zum prästationären Termin.
  • Prästationäre Vorstellung mit Auswertung der Unterlagen, Untersuchung des Patienten, Schmerzanalyse und Erstellen eines Therapiekonzepts mit Festlegung des Behandlungspfades (teilstationär, stationär) und des Aufnahmetermins sowie Vorbereitung auf der Station.

Sollte nach Untersuchung und Prüfung der Voraussetzungen eine stationäre oder teilstationäre Behandlung nicht infrage kommen, erhalten Sie einen Bericht über die prästationäre Vorstellung mit Empfehlung zum weiteren Vorgehen.

Darüberhinaus gibt es für gesetzlich und privat versicherte Patienten die Möglichkeit einer ambulanten schmerzmedizinischen Vorstellung und Behandlung. Für gesetzlich versicherte Patienten besteht im Rahmen einer persönlichen und fallzahl-begrenzten Ermächtigung von Dr. med. Josef Nelles ein Behandlungsangebot. Hierzu ist eine haus- oder fachärztliche Überweisung erforderlich.

 

Chefarzt

Dr. med. Josef Nelles

Dr. med. Josef Nelles 

Facharzt für Anästhesiologie

Spezielle Schmerztherapie, Akupunktur

 
 

Sekretariat

Cordula Fromme

Telefon: 05272 - 607 2701
Telefax:  05272 - 607 2709

Mail: c.fromme@khwe.de

St. Vincenz Hospital
Danziger Str. 17
33034 Brakel

 
 

Oberärztin

Dr. Renate Reicke

Dr. med. Renate Reicke

Fachärztin für Anästhesiologie

Spezielle Schmerztherapie, Medizinische Hypnose (DGH), Traditionelle Chinesische Medizin