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KHWEKATHOLISCHE HOSPITALVEREINIGUNG WESER – EGGE

Klinikum Weser-EggeAkad. Lehrkrankenhaus der Universität Göttingen

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Kliniken

 
 
 

Medizinische Klinik III - Onkologie und Hämatologie

Patienteninformationen

Die Diagnose einer bösartigen Tumorerkrankung stellt die Erkrankten aber auch deren Angehörige und Freunde vor eine besondere Herausforderung, unbekannte Ängste und viele Fragen. Bösartige Tumorerkrankungen zu behandeln ist für die medizinischen Teams des St. Ansgar Krankenhauses eine Aufgabe, bei denen sich Ärzte verschiedener Fachabteilungen von Anfang an intensiv beraten und Hand in Hand arbeiten, gemeinsam für und mit unseren Patienten.

Die Medizinische Klinik III (Hämatologie und internistische Onkologie) unter Leitung von Herrn Chefarzt Friedrich Burghardt deckt sämtliche diagnostische und therapeutische Bereiche in der Behandlung von Patienten mit bösartigen hämatologischen, lymphatischen und soliden Tumoren ab. Alle üblichen Chemotherapien eines Schwerpunktversorgers werden hier durchgeführt.

Besonderer Wert wird in unserer Klinik auf die Palliativmedizin gelegt. In enger Kooperation mit den Hausärzten, den ambulanten Palliativnetzen, der Schmerzambulanz am Haus, der Ernährungsberatung, dem hauseigenen Sozialdienst und dem ambulanten Pflegedienst werden die Patienten umfassend betreut. Dabei stehen in erster Linie supportiv medizinische Maßnahmen im Vordergrund, um die Lebensqualität zu erhalten und zu verbessern – und weniger die Verlängerung der Lebenszeit.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Unsere wöchentlichen interdisziplinären, onkologischen Tumorkonferenzen in Zusammenarbeit mit den Kollegen der Chirurgie, der Gynäkologie, der Strahlentherapie, der Urologie, der Pathologie sowie den niedergelassenen Kollegen führen zu einer umfassenden Betreuung der Patienten im Rahmen multimodaler Behandlungskonzepte. Im Rahmen einer ganzheitlichen Betrachtung des Menschen bieten wir unseren Patienten als Ergänzung zu der Behandlung der körperlichen Erkrankung auch Unterstützung für die psychische Bewältigung der Krebserkrankung an, hier insbesondere in Zusammenarbeit mit einer niedergelassenen Psychoonkologin und unserem stationär tätigen psychotherapeutisch ausgebildeten Seelsorger.

Stationäre Behandlung in der Medizinischen Klinik III
Die stationäre Behandlung von Patienten mit Blut- und Tumorerkrankungen erfolgt auf den Stationen 6.1 und 6.2. Die Notwendigkeit einer stationären Behandlung besteht insbesondere für Patienten mit reduziertem Allgemeinzustand, eingeschränkten Organfunktionen oder Therapiekonzepten, die aufgrund einer engmaschigen Überwachung im ambulanten Bereich nicht durchgeführt werden können.
Stationär werden auch Patienten mit Verdacht auf eine hämatologische Erkrankung oder eine Tumorerkrankung betreut, bei denen eine erweiterte Diagnostik zur Absicherung des Krankheitsbildes erforderlich ist, die aufgrund des umfänglichen Aufwandes ambulant nicht durchgeführt werden kann.

Ambulante Behandlung im Facharztzentrum MVZ

Die stationäre Onkologie im St. Ansgar Krankenhaus und die ambulante Onkologie im MVZ Onkologie und Strahlentherapie sind eng miteinander verzahnt. Durch die enge Abstimmung zwischen den teilweise personenidentischen Behandlungsteams des stationären und ambulanten Bereichs ist ein optimaler Kommunikationsfluss über das Krankheitsgeschehen des einzelnen Patienten gewährleistet. Jeder Patient erhält so, bezogen auf die aktuelle Phase seiner Erkrankung, die optimale Therapiesteuerung. Der Übergang zwischen den stationären und ambulanten Bereichen kann für den Patienten fließend und optimal gestaltet werden.

zum MVZ

Schwerpunkte

Therapeutische Schwerpunkte

  • Kurative und palliative Therapie aller hämatologischen und lymphatischen Systemerkrankungen (außer der Behandlung von Hämoblastosen in kurativer Zielsetzung) sowie die Therapie solider Tumoren
  • Interdisziplinäre Therapieplanung und Durchführung kombinierter Radio-Chemotherapien
  • Lokoregionäre zytostatische Therapieformen
  • Immuntherapie maligner Erkrankungen
  • Differenzierte immunsuppressive Therapie bei Autoimmunerkrankungen

Behandlungsspektrum bei Lymphomen und Leukämien

  • Die Behandlung hämatologischer Systemerkrankungen ist international weitgehend standardisiert, die Zweitbeurteilung in Referenzzentren (hier enge Zusammenarbeit mit der Universitätsmedizin Göttingen) gehört zur Standarddiagnostik. In Zusammenarbeit mit der Universitätsmedizin Göttingen bieten wir auch die Möglichkeit der Behandlung innerhalb von klinischen Studien an, um für jeden individuellen Patienten eine optimale Betreuung sicher stellen zu können.
  • Polychemotherapie mit kurativer Intention (Ziel einer Heilung)
    Intrathekale Chemotherapie
  • Bestrahlung in prophylaktischer und therapeutischer Indikation
  • Substitution von Blutprodukten oder Gerinnungsfaktoren
  • Palliative Reduktion der Leukämie oder Lymphommasse
  • Schmerztherapie und andere Symptomkontrollen
  • In Zusammenarbeit mit der Universitätsmedizin Göttingen (Abteilung Hämatologie und Onkologie des Zentrums Innere Medizin (Prof. Dr. med. Lorenz Trümper)) Hochdosis Chemotherapie mit autologer Stammzelltransplantation und Hochdosistherapie mit allogener Stammzelltransplantation

Diagnostik von hämatologischen Erkrankungen und bösartigen Tumorerkrankungen
In der Diagnostik stehen im St. Ansgar Krankenhaus für die Diagnose von Blut- und Tumorerkrankungen enge Kooperationen zur Verfügung, so dass den Patienten hier schnellstmöglich mit zielgerichteter Diagnostik geholfen werden kann. Interne Kooperationen bestehen hier insbesondere zu:

  • Medizinische Klinik II (Gastroenterologie Dr. med. W. Avenhaus)
  • Allgemeinchirurgie (Prof. Dr. med. J. Mellert)
  • Radiologie (Dr. med. Traupe)
  • Urologie (Dr. med. Knopf)
  • Frauenklinik - Gynäkologie (Dr. med. Schatz)
  • Strahlentherapie (Dr. med. Christoph)

Externe Kooperationen:

  • Pathologie (Dr. med. Wulbrandt, Pathologie Paderborn/Höxter)
  • Universitätsmedizin Göttingen - Zentrum Innere Medizin, Abteilung: Hämatologie/Onkologie (Direktor Prof. Dr. med. Trümper)
  • Universitätsmedizin Göttingen - Comprehensive Cancer Center
  • Städtische Kliniken Dortmund - Institut für Hämato-Pathologie (Prof. Dr. med. Lorenzen)

Behandlungskonzepte auf der Grundlage der aktuellen Standards in der Hämatologie und Onkologie
Die Medizinische Klinik III gewährleistet Behandlungskonzepte, die sich an den aktuellen wissenschaftlichen Standards in der hämatologischen und onkologischen Medizin orientieren. Die Mitarbeiter, sowohl im ärztlichen als auch im pflegerischen Bereich nehmen regelmäßig an externen und internen Fortbildungen nach den Vorgaben der Ärztekammern und der Onkologievereinbarung teil. Darüber hinaus ist die Medizinische Klinik III an das Comprehensive Cancer Center der Universität Göttingen assoziiert, für die Patienten ergibt sich zusätzlich die Möglichkeit der Teilnahme an den klinischen Studien.

Wöchentliche Tumorboards für gynäkologische Tumore (Brustzentrum Höxter) sowie ein Tumorboard für alle nicht gynäkologischen Tumorentitäten gewährleisten durch die Teilnahme von Onkologen, Strahlentherapeuten, Internisten, Chirurgen, Urologen, Radiologen und Zytologen eine enge interdisziplinäre Verzahnung und Beratung. Die im Rahmen der Besprechung im Tumorboard erstellten Behandlungskonzepte werden schriftlich fixiert und sind für die Behandler verbindlich. Die Vorstellung von Patienten im Tumorboard steht zudem niedergelassenen Kollegen jederzeit offen.

Medikamentöse Tumortherapie
In der medikamentösen Tumortherapie werden in der Medizinischen Klinik III alle gängigen zytostatischen Behandlungen unter Einschluss von Antikörpern und zielgerichteten Substanzen „Targeted Therapies“ vorbehalten. Die Behandlung junger Patienten mit akuten Leukämien und Patienten, die für eine Stammzelltransplantation oder allogene (Fremdspender) Knochenmarkstransplantation in Betracht kommen wird in enger Absprache in der Universitätsmedizin Göttingen durchgeführt.

Supportive Therapie
Die stationären Behandlungsmöglichkeiten der onkologischen Klinik am St. Ansgar Krankenhaus umfassen zudem die Möglichkeit der Behandlung von Begleitsymptomen der Tumorerkrankung oder der Tumortherapie wie Behandlung von Schmerzen, Ernährungsproblemen, gastrointestinalen Problemen und anderen Symptomen der Tumorerkrankung oder Tumortherapie, so dass eine umfassende und ganzheitliche Versorgung auf den Stationen der Medizinischen Klinik III gewährleistet ist.

Palliativmedizin
Ein weiterer Schwerpunkt der Medizinischen Klinik III ist die Palliativmedizin, die Menschen in einer Krankheitsphase offen steht, bei der nicht mehr die ursächliche Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung sondern die Linderung von Symptomen mit dem Ziel der Erhaltung und Verbesserung der Lebensqualität von Patienten und Angehörigen im Vordergrund steht, nicht aber die Lebensverlängerung.

Leistungsspektrum

Hämatologie

  • Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Blutes, des Knochenmarkes und des lymphatischen Systems
  • Entnahme von Knochengewebe und Knochenmark (Beckenkammbiopsie) oder Lymphknotenbiopsaten (sonographisch- oder CT-gesteuert)
  • zytomorphologische Untersuchungen des Knochenmarks und des peripheren Blutes (spezielle Mikroskopie)
  • Transfusionen von Erythrozyten (roten Blutkörperchen) und Thrombozyten (Blutplättchen)
    Immunstatus/ Immundefektdiagnostik
  • Diagnostik und Behandlung von angeborenen und erworbenen Blutgerinnungsstörungen
  • Substitutions- und immunsuppressive Behandlung von Störungen der Blutbildung und –reifung

Onkologie

  • Diagnostik und Therapie von soliden Tumoren aller Organsysteme
  • Chemotherapien oral (in Tablettenform), intravenös (über die Venen als Infusion) und subkutan (unter die Haut appliziert)
  • Antihormonelle Behandlung bestimmter Tumorentitäten
  • Antikörpertherapien und „targeted therapies“ mit Medikamenten, die auf zellulärer Ebene spezifisch angreifen
  • Parenterale Ernährung und Flüssigkeitssubstitution
  • Behandlung von Erkrankungen des Knochenmarks und peripheren Blutes (mit Ausnahme akuter Leukosen, die eine Behandlung mit hochdosierter Chemotherapie mit einer Transplantation von Stammzellen oder Knochenmark bedürfen)
  • Begleitende Therapiemaßnahmen bei Tumorpatienten wie die Ernährung, Schmerztherapie sowie palliative Therapie
  • Beratung zu Vorsorgemaßnahmen
  • Organisation der Nachsorge nach Abschluss der Behandlung

 Palliativmedizin

Ein spezieller Schwerpunkt der Klinik ist die Palliativmedizin. Palliative Care ist ein ganzheitliches Betreuungskonzept für Patienten, die sich im fortgeschrittenen Stadium einer unheilbaren Erkrankung befinden. Im Vordergrund der Behandlung stehen nicht die Lebensverlängerung, sondern die Erhaltung oder Wiederherstellung einer bestmöglichen Lebensqualität.

Das Angebot der Medizinischen Klinik III umfasst eine hochqualifizierte Pflege durch ein speziell ausgebildetes multiprofessionelles Team, gezielte Schmerztherapie und Symptomkontrolle (z.B. Übelkeit, Atemnot), aber auch psychosoziale Angebote für Patienten und Angehörige. Ziel dabei ist, durch Einleitung begleitender Maßnahmen eine Weiterbetreuung zuhause oder im Hospiz zu ermöglichen.

Das Konzept ist auf einer integrierten Versorgung durch die Palliativmedizin im Krankenhaus, Hausärzte, spezielle ambulante Pflege, Hospizdiensten sowie die Einbindung der pflegenden Angehörigen aufgebaut. Dadurch kann eine qualifizierte Versorgung schwerstkranker Patienten in der letzten Lebensphase aus einer Hand erfolgen.

Ambulante Angebote

Die stationäre Tumorbehandlung im St. Ansgar Krankenhaus und die ambulante Onkologie im MVZ Onkologie und Strahlentherapie sind eng miteinder verzahnt. Durch die enge Abstimmung zwischen den teilweise personenidentischen Behandlungsteams des stationären und ambulanten Bereichs ist ein optimaler Kommunikationsfluss über das Krankheitsgeschehen des einzelnen Patienten gewährleistet. Jeder Patient erhält so, bezogen auf die aktuelle Phase seiner Erkrankung, die optimale Therapiesteuerung. Der Übergang zwischen den stationären und ambulanten Bereichen kann für den Patienten fließend und optimal gestaltet werden.

zum MVZ

Kontakt
ambulante Versorgung MVZ Strahlentherapie und Onkologie im Facharztzentrum

Anmeldung:  05271 - 966 687 55 (Fax – 59)

Sprechstunde im Facharztzentrum (MVZ):
Mo.- Do. 8:00 – 16:30, Freitag bis 15:30
Termine: Nur nach Vereinbarung

Häufige Fragen

Was tun bei ambulanter Überweisung?

  • Telefonische Terminvereinbarung unter der Telefon- Nr.: 05271 – 966 687 55
  • Vorstellung mit sämtlichen verfügbaren Befunden, Liste der Medikation
  • Überweisungsschein des Hausarztes

Was tun bei stationärer Einweisung?

  • Telefonische Terminvereinbarung unter der Telefon- Nr.: 05271 – 66 0
  • Morgens zwischen 9.00 und 11.00 Uhr Anmeldung an der Patientenaufnahme mit Einweisungsschein, Mitbringen von Medikamenten und verfügbaren Unterlagen (Patienten müssen nicht nüchtern erscheinen)

Was tun bei Komplikationen oder Nebenwirkungen unter/oder nach Chemotherapie (Immuntherapie oder anderen Therapien)?

Immer telefonische Rücksprache mit dem Hausarzt oder der Onkologischen Ambulanz innerhalb der Sprechzeiten (Tel- Nr.: 05271 – 966 687 55) bei:

  • Blutungen (Blutungen die nicht von alleine nach kurzer Zeit wieder aufhören z. B. Nasenbluten, Schleimhautblutungen, Darmblutungen, Bluterbrechen)
  • Fieber über 38,5° Celsius und/oder Schüttelfrost
  • Schwellung eines oder beider Beine bzw. Arme
  • Neu aufgetretenen Luftnot
  • Stärker werdende Schmerzen, die nicht auf eingestellte Medikamente ansprechen
  • Neu aufgetretenes Taubheitsgefühl im Bereich von Armen, Beinen oder des Körpers
  • Neu aufgetretene Lähmungen
  • Sehstörungen
  • Durchfälle (mehr als 3 dünnflüssige Stuhlabgänge pro Tag)
  • Unstillbares Erbrechen
  • Bewusstseinsveränderungen (Angehörige anrufen lassen)
  • Krampfanfälle
  • Schleimhautentzündungen z. B. im Mundbereich

Was tun, wenn der Hausarzt nicht zu erreichen ist (oder außerhalb der Sprechzeiten des MVZ Onkologie)?

Auf Station 6.1 oder Station 6.2 anrufen (Telefon 05271 – 66 18 36 10 bzw. 05271 – 66 18 36 20)
oder sich bei dem diensthabenden Arzt der Medizinischen Kliniken des St. Ansgar-Krankenhauses melden (Telefon: 05271 – 660)

Zentrum für Innere Medizin

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Gerade in der Inneren Medizin besteht aufgrund des demographischen Wandels mit immer mehr älteren Patienten, die häufig mehrere Erkrankungen gleichzeitig haben
(Multimorbidität), die Notwendigkeit einer engen interdisziplinären Verzahnung der internistischen Subdisziplinen.

Um den Patienten der Inneren Medizin am St. Ansgar Krankenhaus diese interdisziplinäre Versorgung zu gewährleisten, wurden die 3 Fachkliniken unter einem gemeinsamen Dach zusammengeführt.

Im Zentrum für Innere Medizin am St. Ansgar-Krankenhaus in Höxter kooperiert die Medizinische Klinik III mit:

 

Chefarzt

Friedrich Burghardt

Friedrich Burghardt

Facharzt für Innere Medizin

Hämatologie und Internistische Onkologie

 
 

Sekretariat

Alice Lieven

Telefon: 05271 - 966 687 52
Telefax:  05271 - 966 687 59

E-Mail: a.lieven@khwe.de

St. Ansgar Krankenhaus
Brenkhäuser Str. 71
37671 Höxter

 
 

Oberarzt

Dr  Scharnberg

Dr. med. Peer Scharnberg

Facharzt für Innere Medizin

Hämatologie und Internistische Onkologie

 
 

Oberarzt

Dr. Christian Robbel

Dr. med. Christian Robbel

Facharzt für Innere Medizin

Hämatologie und Onkologie

 
 

Funktionsoberärztin

Sickmann

Dr. med. Liane Sickmann

Fachärztin für Innere Medizin

Medikamentöse Tumortherapie, Palliativmedizin